FAQs – häufig gestellte Fragen und ihre Antworten
Warum nur 5 Minuten als empfohlene Liegezeit zu Beginn der Behandlung?
Mit 5 Minuten soll zunächst die individuelle Reaktion ausgetestet werden. Bei entsprechendem Wohlbefinden kann die Anwendungsdauer ausgedehnt werden. Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass eine zu lange Liegedauer zu Beginn zu anfänglichen, vorübergehenden Beschwerden führen kann oder als unangenehm empfunden wird. Dies wird durch eine zunächst kurze Anwendungsdauer vermieden. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kann die Liegedauer auf bis zu 30 Minuten erhöht werden.Ersetzt der Yellow-Head physiotherapeutische Methoden und die manuelle Therapie?
Bewährte und differenzierte manualtherapeutische Behandlungskonzepte sollten nicht zugunsten des YH aufgegeben werden. Der YH stellt vielmehr eine ideale Ergänzung dieser Maßnahmen dar, weil die Patienten mit dem Yellow-Head den Heilungsprozess in den Behandlungspausen unterstützen können.
Was passiert, wenn man über die empfohlene Behandlungsdauer auf dem Yellow-Head liegen bleibt?
Viele Menschen sind der Meinung: „Viel hilft viel". Wir empfehlen eine maximale Liegedauer von 30 Minuten täglich. Der Yellow-Head ist kein Schlafkissen und längere Verweildauer bringt therapeutisch nichts. Dennoch schadet es nicht, auf dem Yellow-Head länger liegenzubleiben, sofern die grundsätzliche Anweisung, die Behandlung/Anwendung bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden abzubrechen, beachtet wird. Die Position von Halswirbelsäule und Kopf auf dem Yellow-Head entspricht der physiologisch entlastenden Einstellung.
Wie häufig muss ich den Yellow-Head anwenden, bis ich erste langanhaltende Erfolge verbuchen kann?
Die Anwendungsdauer bis zum spürbaren Erfolg ist abhängig von der zugrunde liegenden Situation und Indikation. Betroffene mit Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule berichten i.d.R. bereits nach den ersten Anwendungen über ein „leichtes und entspannendes Gefühl in der Halswirbelsäule“ und „ein freies Gefühl“ im Kopf“. In jedem Fall sollte man eine regelmäßige Anwendung von mindestens 4 Wochen durchführen.
Hilft der Yellow-Head bei akuten Kopfschmerzanfällen?
Der Yellow-Head ist für die Prophylaxe und die langfristige Behandlung von schmerzhaften Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur und den daraus resultierenden Spannungskopfschmerzen konzipiert worden. Seine dauerhafte Anwendung führt zu einer Verminderung der Kopfschmerzanfälle. Auch im akuten Kopfschmerzanfall kann die Yellow-Head-Methode durch die ruhige Lagerung und Entspannung wohltuend wirken.
Was mache ich, wenn ich mich nach einer Zeit auf dem Yellow-Head etwas schwindlig fühle?
Wenn es bei der Anwendung des Yellow-Head zu Schwindelgefühlen, Kribbeln oder Einschlafgefühlen in den Armen kommt, ist die Behandlung zu beenden.
Darf ich den Yellow-Head bei einem frischen Bandscheibenvorfall einsetzen?
In der akuten Phase eines Bandscheibenvorfalls sollte der Yellow-Head nicht angewendet werden. Diese Akutphase ist in der Regel nach 3-4 Wochen abgeklungen, man erkennt dies dadurch, dass die ausstrahlenden Schmerzen zurück gebildet sind. Im Anschluss daran, kann der Yellow-Head angewendet werden. Der Arzt oder Physiotherapeut kann durch eine milde manuelle Traktion der HWS in Inklination testen, ob diese Position und die Extension subjektiv angenehm sind und der Yellow-Head ggf. auch frühzeitig angewendet werden kann. Prinzipiell gilt wie immer: Wenn Beschwerden auftreten die Anwendung beenden.
Hilft der Yellow-Head auch bei Migräne?
Der Yellow-Head ist konzipiert für die Behandlung von Verspannungen und daraus resultierenden Kopfschmerzen. Die „echte Migräne“ kommt nicht aus dem Halswirbelsäulenbereich und dortigen Verspannungen. Allerdings leiden in der täglichen Praxis die meisten Patienten an Mischformen und auch an wechselnden Kopfschmerzformen. Die Zuordnung der Kopfschmerzen ist oft nicht so eindeutig, wie dies in der wissenschaftlichen Literatur behauptet wird. Viele Patienten mit angeblicher Migräne leiden an einer sogenannten Cervicalmigräne, die eindeutig durch die Halswirbelsäule ausgelöst oder verstärkt wird. Auch Patienten mit „echter Migräne“ haben i.d.R. zusätzliche Auslösefaktoren in der Halswirbelsäule. Deshalb ist auch für diese Patienten der Yellow-Head wohltuend - auch wenn er nicht das ganze Problem löst.
Hilft der Yellow-Head bei Tinnitus?
Zahlreiche Berichte deuten darauf hin, dass der Yellow-Head bei einigen Patienten zu Verbesserungen oder gar Abklingen der Tinnitus-Beschwerden geführt hat. Deshalb ist eine Tinnitus-Studie in Vorbereitung, um diesen Effekt und seine Grundlagen wissenschaftlich zu erforschen.
Ist er für Jung und Alt zu gebrauchen?
Ja. Besonders für Kinder und Jugendliche ist der Yellow-Head sehr wirksam im Bereich der Verspannungen und Schulkopfschmerzen. Er bringt Erleichterung ohne die Nebenwirkungen von chemischen Schmerzmitteln, was besonders bei jungen Menschen wichtig ist. Die große Wirksamkeit bei älteren Menschen liegt nicht zuletzt daran, dass der gesamte Bereich der Halswirbelsäulen - unter Umständen nach Jahren von Fehlhaltungen und Verspannungen - nachhaltig in einen neuen Zustand gebracht wird. Nicht zuletzt deshalb ist auch die dauerhafte Benutzung empfohlen.
Gibt es den Yellow-Head in verschiedenen Größen?
Der Yellow-Head ist für Menschen ab 165 cm Größe geeignet. Sollte der Zug im Hals als zu extrem empfunden werden, kann der Körper mit geeigneten Schaumstoffmatten unterfüttert werden. Für Jugendliche und Patienten unter 165 cm Größe steht der Yellow-Head Kids ab sofort zur Verfügung.
Der Yellow-Head ist oben eingerissen. Leidet die therapeutische Wirkung darunter?
Wenn der Yellow-Head oben an der Spitze angefasst und getragen wird, kann dort das Material einreißen. Die Spitze ist nicht als Tragegriff gedacht, sondern sorgt dafür, dass man nicht zu hoch nach oben rutscht. Wenn dort das Material einreißt, leidet die therapeutische Wirkung des Yellow-Head selbstverständlich nicht.
Kann der Yellow-Head in der Sauna eingesetzt werden?
Der Yellow-Head kann gut in der Entspannungsphase zwischen den Saunagängen eingesetzt werden. Er sollte nicht in der Saunakabine selbst eingesetzt werden. Das Material ist nicht für solch hohe Temperaturen ausgelegt.
Wie kann der Yellow-Head gereinigt werden?
Mit einem sanften Spülmittel kann der Yellow-Head bei Verschmutzungen gereinigt werden. Ab Mitte des Jahres werden besonders für Praxen spezielle Abdeckhauben zur Verfügung stehen.
Kennen Ärzte und Physiotherapeuten den Yellow-Head?
Informationen und Fachartikel sorgen dafür, dass Ihre Therapeuten die Yellow-Head-Methode kennenlernen können oder bereits kennen. Sprechen Sie Ihre behandelnden Ärzte oder Physiotherapeuten gern an - wir beantworten gern deren Fragen und senden Informationen.
Ersetzen die gesetzlichen Krankenkassen den Yellow-Head?
Der Yellow-Head ist ein bewährtes und nützliches Hilfsmittel, verfügt aber nicht über eine Hilfsmittelnummer der öffentlichen Krankenkassen. Es gibt keine Pflicht, eine Hilfsmittelnummer zu beantragen. Die Erlangung einer Hilfsmittelnummer stellt einen hohen bürokratischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand für Hersteller dar, die deshalb in vielen Fällen darauf verzichten. Es bedeutet nicht, dass das Hilfsmittel weniger wirksam wäre oder gar als „nicht hilfreich“ eingestuft ist. Es ist vielmehr so, dass sich viele Hersteller nicht auf ein langwieriges Verfahren einlassen wollen, dass von den Kassen mit dem vorrangigen Ziel absoluter Kostenreduzierung eingeleitet wird. Für mittelständische Unternehmen stellt sich dies oft als nicht sinnvoll dar.
Insofern ist es möglich, dass die Kassen anfallende Kosten für einen Yellow-Head – im Gegensatz zu den meisten privaten Versicherungen – nicht übernehmen wollen.
Diese Vorgehensweise kann angefochten werden, denn lt. Urteil des Landessozialgerichts Hessen (Az.: L8 KR 69/07) haben Versicherte grundsätzlich Anspruch auf die Erstattung entsprechender Hilfsmittel. Dabei ist lt. Begründung des Gerichts nicht entscheidend, ob die entsprechenden Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis enthalten sind. Das Gericht argumentiert vielmehr, dass die Erfahrung der verordnenden Ärzte ausreicht, um den Sinn der Versorgung zu belegen. Ein therapeutischer Nutzen muss – über den bloßen Ausgleich der Behinderung hinaus – nicht nachgewiesen werden (Quelle: Landessozialgericht Hessen,Az.: L8 KR 69/07).
Ersetzen private Krankenversicherungen den Yellow-Head?
Die meisten privaten Versicherungen ersetzen die Kosten für den Yellow-Head, wenn von einem Arzt der Yellow-Head als „therapeutisches Nackenkissen” rezeptiert worden ist. Sprechen Sie am Besten vorher mit Ihrer Versicherung.
Laut einem Urteil des Landessozialgerichts Hessen (Az.: L8 KR 69/07) haben Versicherte grundsätzlich Anspruch auf die Erstattung entsprechender Hilfsmittel. Dabei ist lt. Begründung des Gerichts nicht entscheidend, ob die entsprechenden Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis enthalten sind. Das Gericht argumentiert vielmehr, dass die Erfahrung der verordnenden Ärzte ausreicht, um den Sinn der Versorgung zu belegen. Ein therapeutischer Nutzen muss – über den bloßen Ausgleich der Behinderung hinaus – nicht nachgewiesen werden (Quelle: Landessozialgericht Hessen,Az.: L8 KR 69/07).
Wie lange hat die Entwicklung des Yellow-Head gedauert?
Die Entwicklung des Yellow-Head hat über zwei Jahre gedauert. Von den ersten Ideen, das seit Jahrhunderten bewährte therapeutische Prinzip der Traktion im Halswirbelsäulen-Bereich durch eine geeignete Orthese abzubilden und in ein neuartiges Therapiekonzept zu integrieren über die Entwicklung der Form und die ausführlichen Tests und Versuche mit Patienten wurde die Entwicklung von Physiotherapeuten und Orthopäden begleitet.
Warum hat der Yellow-Head diese besondere Form?
Die Form des Yellow-Head ist Folge der Funktionalität und das Resultat langwieriger und gründlicher anatomischer, physiologischer und funktioneller Analysen. Physiotherapeuten und Orthopäden haben an der Entwicklung mitgearbeitet. Unter anderem sorgt die vordere Einbuchtung für Raum rund um den Hals, der auch Physiotherapeuten Möglichkeiten des Zugriffs und der manuellen Therapie bietet. Die Auflageflächen sorgen dafür, dass unterschiedlich große Menschen die intuitiv richtige Lage finden. Sie wirken zugleich als wichtige Akkupressurpunkte. Die obere Spitze ist kein Haltegriff, sondern begrenzt die Möglichkeiten, auf den Yellow-Head hochzurutschen.
Aus welchem Material besteht der Yellow-Head?
Der Yellow-Head besteht aus einem gesundheitlich unbedenklichen PU-Schaum. Dieses Material und besonders die Materialhärte sind das Resultat gründlicher anatomischer, physiologischer und funktioneller Analysen. Der Kopf wird in dieser Form und von diesem Material stabil positioniert und gehalten. Dies ist die Voraussetzung für die Entspannung und muskuläre Dehnung. Gleichzeitig ist das Material nicht so hart, dass das Liegen auf dem Yellow-Head auf den Auflageflächen des Kopfes schmerzhaft wirkt.
Welche Auswirkungen hat der Yellow-Head auf das Nervensystem?
Die Position der Halswirbelsäule in der sogenannten entlordosierten Stellung bewirkt eine funktionelle Erweiterung des Spinalkanals und der Foramina intervertebralia mit entsprechender Entlastung der neuralen Strukturen in diesem Bereich. Diese funktionelle Erweiterung stellt desweiteren eine Voraussetzung für die venöse Entstauung der venösen Plexus in diesem Bereich und eine lymphatische Entstauung dar.
Kommt eine Traktion bzw. Entlastung der Bandscheiben zustande?
Ja. Die entlordosierte Stellung mit entsprechender funktioneller Erweiterung des Spinalkanals und der Foramina intervertebralia bewirkt eine segmentale Entlastung der Bandscheiben durch Traktion mit den bekannten positiven Effekten.